18.01.2021 - Leitfaden für die Durchführung von Onlinetrainings

Immer mehr Beliebtheit erfreuen sich Onlinetrainingseinheiten. Eine tolle Möglichkeit zu trainieren und ein großer Pluspunkt, eure Dojomitglieder mal wieder zu sehen und im Kontakt zu bleiben. Aber wie geht man das an? Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht und bieten Euch paar Hinweise zur Durchführung:

Onlineanbieter

Beliebt sind Zoom, Discord, Microsoft Teams, Lifesize, Microsoft Skype und Jitsi. Die letzteren beiden sind kostenlos (auch über eine gewisse Anzahl von Teilnehmern), wobei wir Jitsi empfehlen. Dieses Onlinevideosystem ist auch als App am Handy nutzbar. Hier gibt es verschiedene Server, die man nutzen kann und in denen man seine Gruppe bzw. sein Onlinetrainingsangebot einstellen kann. Ein relativ einfaches System mit guter Absicherung im Datenschutz.

Technik und Raum

Neben Laptop oder Pad solltet Ihr idealerweise eine separate Kamera und ein Mikrofon haben. Die eingebauten Kameras sind gerade bei Bewegungen oft nicht gut genug und wenn Ihr Euch ein wenig weg von der Kamera bewegt, wird es mit dem Mikrofon vielleicht schwierig. Aber in aller Regel reicht tatsächlich ein Laptop mit eingebauer Kamera und Mikrofon - einfach mal ausprobieren.

Auch die Leitung eures Internets sollte schnell genug sein. Also am besten zuvor mit jemanden ausprobieren, wie Ton und Bild bei Bewegung bei dem Gegenüber ankommen.

Der Trainingsraum (Wohnzimmer reicht) sollte so groß sein, dass Ihr Euch für die Übungen gut bewegen könnt, nicht hallen (Am besten im Raum nicht sichtbar Kissen verteilen) und - ganz wichtig - gut ausgeleuchtet sein. Vor einem von Sonne beschienen Fenster zu stehen führt zu schwer definierbaren Schattenspielen und fördert nicht gerade die Erkennbarkeit.

Dauer der Einheiten

Onlineeinheiten sollten nicht 1,5 Stunden lang sein – hier sind 45 Minuten bis zu 60 Minuten mehr als ausreichend. Ihr werdet feststellen, dass es für beide Seiten ungewohnt und anstrengend ist. Je nach Gruppe ist auch die Aufmerksamkeitsspanne hier geringer. Wichtig kann es auch sein, danach Feedback über das Training einzuholen und mit den Teilnehmern ein wenig zu ratschen. Das Sozialleben ist hier ein wichtiger Aspekt!

Planung

Überlegt euch, zu welchen Terminen Ihr das anbieten wollt und veröffentlicht diese an geeigneter Stelle (Website, Email, soziale Netzwerke wie Telegram, Signal oder Whatsapp...) und entwickelt für jedes Training einen Trainingsablaufplan, in dem ihr bestimmte Trainingsziele festlegt. Beispielsweise könnt ihr jedes Training / Woche unter ein bestimmtes Motto stellen oder ein Gesamtziel für den Monat ausgeben. Gebt den Teilnehmern auch Zeit, sich einzustellen und eventuell die Technik vorzubereiten.

Vorbereitung

Bevor ihr mit der Einheit startet, ist es wichtig, alle Hilfsmittel und eventuell auch Getränke gleich bei der Hand zu haben – sagt dies auch euren Teilnehmern davor und schickt ihnen auch die Termine, Trainingsablauf und den Anmeldelink rechtzeitig per Email oder über andere soziale Netzwerke zu. Diesen Link könnt ihr auf die Website in einen passwortgeschützen Bereich stellen.

Datenschutz

Wichtig ist, dass Ihr einen Absatz über den Datenschutz in die Einladung integriert: jeder, der am Onlinetraining teilnimmt bzw. den Einladungslink nutzt, muss den Datenschutzbestimmungen des Onlineanbieters und Euch unterwerfen, die natürlich DSGVO-konform sein müssen: d.h. die Daten über die Teilnehmer werden nur so lange wie nötig gespeichert.

Ansonsten sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt Euch übrigens auch bei bereits erfahrenen Leuten informieren. Sandra Aichner (BKJ), Fritz Oblinger (Breitensport), Gitti Kraußer (Masters) und Gerhard Weitmann (Leistungssport) haben schon innerhalb der BKB-Führung reichlich Erfahrung gesammelt, aber auch bekannte Trainer wie Maria Weiss oder Momo Abu Wahib stehen Euch sicher gerne für weitere Fragen zur Verfügung, da sie Onlinetraining bereits auch in ihren Vereinen intensiv nutzen.

Viel Erfolg wünscht

Michael Schölz
Geschäftsstellenleiter BKB e.V.

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