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03.09.2018 - 1. DKV / BKB Kyusho Jitsu Tag 2018

Ingolstadt / Oberhaunstadt. Zum ersten Mal fand unter dem Dach des DKV ein großer Kyusho Jitsu Tag statt.

Kyusho Jitsu war nicht nur ein kurzer „Hype“, der damals vor ca. 10 Jahren aufgekommen ist. Vielmehr ist diese Thematik in der Kampfkunst nichts Neues, nur durch das Sportkarate in vergangener Zeit verloren gegangen.

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Schon in einem der Bücher von Funakoshi Sensei kann man bis zu 40 Anwendungen zum Kyusho nachlesen. George Dillmann war damals einer der Ersten, welcher bei verschiedenen Meistern auf Okinawa diese verborgene Nische des Karate bzw. der Kampfkünste allgemein wieder lernte und dieses Wissen dann in der ganzen Welt verbreitet hat.

Mittlerweile haben sich dadurch in Deutschland verschiedenste Verbände und Gruppierungen gebildet. Deshalb war es Fritz Oblinger (DKV Kyusho-Beauftragter) schon länger ein Bedürfnis, diesen Personenkreisen eine Heimat unter dem Dach des Deutschen Karate Verbandes zu bieten. Inzwischen werden einheitliche Prüfungen abgehalten und es existieren bereits in 7 Bundesländern A-Prüfer, die hier durch eine solide Ausbildung und Kenntnisse den Qualitätsstandard sichern.

Die Idee von Fritz war es, einen großen Kyusho-Jitsu-Lehrgang für alle Interessierte anzubieten, um dort mit hochrangigen Referenten einen Tag gemeinsam zu trainieren, sich auszutauschen und neue Verbindungen zu knüpfen. Da die größte Community des Kyusho noch vorwiegend aus Bayern kommt, lag es nahe, diesen Event auch aus kostentechnischen Gründen zentral in Ingolstadt auszurichten. Das Ausrichterteam des TSV Oberhaunstadt mit Fabian Stinglwagner ist bereits durch andere BKB Maßnahmen auf solche Lehrgänge eingespielt, so dass es den Teilnehmern an nichts mangelte.

Knapp 100 Karatekas reisten aus dem gesamten Bundesgebiet und auch aus Österreich an. Die Anzahl der Teilnehmer bestätigte Fritz das große Interesse und motiviert zu einer Neuauflager dieses Events. „Wir alle haben ein Ziel, nur die Wege sind verschieden. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn wir in Zukunft zusammenarbeiten, anstatt gegeneinander zu arbeiten. So eine große Teilnahme an einem reinen Kyusho-Lehrgang gab es noch nie. Dieser Tag ist für uns alle ein großer Schritt nach vorne. Euer Blickwinkel wird größer werden, wir alle betreiben Kampfkunst, also genießt den Tag und habt Spaß“, begrüßte Fritz Oblinger in seiner Rede alle Anwesenden.

Das Referentengespann mit Zsolt Szenasi (Ungarn), Achim Keller, Manfred Zink, Sebastian Lämmle, Jürgen Kraus und Fritz Oblinger, könnte von der Qualität im Gesamtpaket nicht hochwertiger sein. Trainiert wurde je eine Stunde parallel für Ober- und Unterstufe. Eine lange Mittagspause sparte man sich, damit der komplette Tag ausgenutzt werden konnte.

Wenn man sich die Stimmen und Meinungen der Teilnehmer anhört, ist diese Maßnahme sehr positiv und begeisternd aufgenommen worden. Die Referenten lehrten Grundsätze und Anwendungen des Kyusho und gingen dann partnerweise auf Fragen und Details ein. Zsolt Szenasi, unser internationaler Gast aus Ungarn, ist mittlerweile kein Unbekannter mehr. „Ich bin sehr stolz heute hier zu sein und freue mich, alte und neue Freunde zu treffen!“ Und darum ging es letztendlich auch – Freundschaften. Natürlich gab es für die anwesenden Karatekas viel neues Wissen und Anreize, allerdings lag der Focus viel mehr, über den Tellerrand hinauszuschauen, neue Kontakte zu knüpfen und in Zukunft an einem Strang zu ziehen.

Bericht und Bilder:
Melanie Feldmeier

Weitere Bilder findet ihr ihr im >> BKB Fotoalbum