Stilrichtungen des Karate

FrauenKarate ist eine sehr vielfältige Kampfkunst. Ausdruck dieser Vielfältigkeit sind zum Beispiel die Stilrichtungen des Karate.

Ausgehend von China hat sich Karate auf Okinawa und danach auf den Japanischen Inseln zu seiner heutigen Form entwickelt. Während dieser Entwicklung war die Kampfkunst verschiedensten Faktoren und Einflüssen ausgesetzt, auch daraus gingen dann die noch heute geübten Stilrichtungen hervor.

Sehr grob gesagt gab auf Okinawa schon zwei Ausprägungen, das Shorei Ryu, das weichere, rundere Bewegungen bevorzugte und das Shorin Ryu (Ryu = jap. „Schule“) mit den geraderen, härteren Bewegungen. Innerhalb dieser Strömungen gab es verschiedene Meister, die ihre eigenen Stile gründeten oder aus deren Schulen sich ein Stil entwickelte.

Stile sind nicht selten Ausdruck der persönlichen Auffassung oder Ideen eines Meisters, der seinen Schülern seine Sichtweise und Ausführung des Karate näher zu bringen versucht und die sich in Form und Lehre niederschlagen. Verschiedene Kampfstrategien, bevorzugte Techniken, Einflüsse von anderen Meistern aus anderen Schulen und Stilen und nicht selten philosophische Inhalte prägen die Gesichter der Stile.

Breitensport3Heute gibt es auf der Welt verschiedene große und kleine Stilrichtungen, die vier am weitesten verbreiteten sind das Goju Ryu, Shito Ryu, Shotokan Ryu und Wado Ryu. Im Bayerischen Karate Bund e.V. gibt es 14 große und kleine verschiedene Stilrichtungen, im „Stiloffenen Karate“ haben sich noch viele weitere Schulen dem Bayerischen Karate Bund angeschlossen, die ihre eigenen Techniken und Traditionen pflegen.

Denn letztlich ist die Stilrichtung nicht entscheidend, Karate zu üben – ganz nach Gichin Funakoshi, der Meister, aus dessen Schule das Shotokan Ryu stammt, der zu seinen Lebzeiten betonte, dass keine Stilrichtung gibt, es gibt nur ein Karate.

Die im Bayerischen Karate Bund e.V. vertretenen Stilrichtungen (Die Aufzählung ist alphabetisch sortiert und stellt nicht der Größe eines Stils dar):