Ist Karate gefährlich und gesundheitsschädigend? Brauche ich bestimmte Fähigkeiten?


Nein.
Karate ist eine individuell an die eigenen körperlichen Bedürfnisse anpassbare Sportart, die Fähigkeiten fördert und die traditionell sehr viel Wert auf Respekt und gegenseitiger Achtung sowie gesundheitliche Aspekte legt. Klare und strikte Regeln im Dojo und Wettkampf schützen die Gesundheit der Karateka.

Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung – Karate ist sehr viel mehr als das Klischee von wild herumwirbelnden menschli chen Kampfmaschinen. So zeigen Studien der Universität Regensburg, dass Karate Kinder und Jugendliche nicht nur körperlich fitter macht und ihre Koordination stark verbessert, sondern auch ihr Selbstbewusstsein steigert und sogar gewaltvorbeugend wirkt. Auch bei Senioren konnten die Wissenschaftler zahlreiche positive Effekte feststellen, besonders in den Bereichen Sturzprophylaxe, allgemeine Fitness und Rückgang von Altersdepressionen.

Karate ist in der Sportunfallstatistik ganz weit hinten angesiedelt: nur 0,3 % aller Verletzungen im Vereinssport treten im Karate auf
(Im Vergleich: Fußball ca 50%, Quelle: Sportunfalldatenbank der Ruhr-Universität Bochum und der ARAG Sportversicherung, 170.000 Sportunfälle, Stand August 2009).

Im Jahr 2003 wurde Karate von der Weltgesundheitsorganisation WHO zum gesundheitsfördernden Sport erklärt, im Jahr 2009 wurde Karate vom Bayerischen Behinderten- und Reahbilitations-Sportverband anerkannt und wird als Behindertensportart und zur Rehabilitation eingesetzt. Der Deutsche Karate Verband ist berechtigt, das Siegel "Sport pro Gesundheit" zu vergeben. Des Weiteren arbeiten Krankenkassen mit den Deutschen Karate Verband zusammen und unterstützen dessen Bemühungen, Karate als präventive Sportart in der Gesellschaft zu verankern.