23.06.2015 - DKV erfolgreich bei den European Games in Baku mit bayerischer Beteiligung

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BAKU. Bereits im Dezember 2012 beschlossen die Europäischen Olympischen Komitees (EOK) eigene kontinentale Spiele, wie z.B. die Asien-Games ins Leben zu rufen. Diese "European Games" wurden nun im Juni 2015 in Baku geplant und ausgetragen.

Dazu standen neben den Olympischen Sportarten auch mit Karate eine von 4 nicht-olympische Sportarten im Programm. Während der Karate Europameisterschaften in Istanbul qualifizierten sich insgesamt fünf Mitglieder der deutschen Karate-Nationalmannschaft für die Meisterschaft in der aserbaidschanischen Hauptstadt. Bis zu 6.000 Sportler aus 50 Ländern nahmen an Wettbewerbe in insgesamt 30 Sportarten teil. 

Begleitet wurde die deutsche Auswahl vom DKV-Präsidenten Wolfgang Weigert, dem DKV Kumite-Bundestrainer Thomas Nitschmann, dem DKV Sportdirektor Ralph Masella und dem DKV-Teamarzt Dr. Björn Lembcke. Neben Wolfgang Weigert gab es mit Weltkampfrichter Roland Lowinger einen weiteren "Bayern" bei diesem Großereignis vor Ort.

Jonathan Horne erreichte im Kumite Herren Schwergewicht mit seiner Silbermedaille bei der ersten Auflage der European Games einen hervorragenden Erfolg für die Deutsche Karate Nationalmannschaft. Dieser zweite Platz unterstreicht den starken Auftritt von Team Deutschland. Jasmin Bleul (Kata Einzel Damen), Noah Bitsch (Kumite Herren -75kg), Ricardo Giegler (Kumite Herren -67kg) verpassten jeweils mit Rang vier nur sehr knapp die Medaillenränge.

Wolfgang Weigert war nicht nur der Vertreter des Deutschen Karate Verbandes, sondern betreute die Ehrengäste während der Wettkämpfe. Unter anderen konnte er IOC-Präsidenten Dr. Bach und seine Gattin Claudia weiter mit unserer Kampfkunst vertraut machen. Des weiteren begeisterte er hochrangige Mitglieder des IOC wie Claudia Bockel, Scheik Ahmand Al Sabah und selbst Prinz Albert von Monaco. Außerdem betreute er den Sportbotschafter der Vereinten Nationen Willi Lemke, sowie eine Reihe weiterer Ehrengäste.

"Alle Ehrengäste waren von unserer Sportart begeistert und konnte so manche Anekdote darüber zum Besten geben, wie z.B. Prinz Albert von Monaco. Er konnte sich noch an den „Ausraster“ von Dominik Valera vor über 45 Jahren in Florida erinnern. Dieser quittierte eine Kampfrichterentscheidung mit Yoko-Geri gegen den Hauptkampfrichter und wurde daraufhin Lebenslang vom Wettkampf gesperrt. Heute ist Prinz Albert von unserer Sportart begeistert und wird uns wie auch alle anderen anwesenden Entscheidungsträger auf unserem Weg ins Olympische Programm unterstüzten," so Wolfgang Weigert zufrieden.

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Der dritte Bayer im Bunde, welcher zwar nicht in Baku, aber für die European Games aktiv gewesen ist, war Heinrich Leistenschneider. Er kommentierte zusammen mit Günter Zapf bei den Live-Übertragungen der Halb- und Finalkämpfen auf Sport1. Insgesamt eine großartige Veranstaltung und eine mehr als positive Entwicklung für unseren Leistungssport auf dem Weg in Richtung Olympia.

Bericht: Melanie Müller
Christian Grüner
Fotos: Privat, Benotello

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