22.03.2015 - Carlo Fugazza begeistert beim DANShakai

BM Sammlung261Ingolstadt. Wie bereits im letzten Jahr, konnte man diesmal wieder Carlo Fugazza als Gasttrainer und Fritz Oblinger (Breitensportreferent) bei unserem BKB Event begrüßen. Trotz noch anhaltender Grippewelle und angenehmen Temperaturen, reisten über 80 wissbegierige Karatekas an, um an diesem Tag neue Inspirationen und Erkenntnisse zu erhalten. Auch die Unterstufe wurde diesmal wieder mit eingebunden, was auch teilweise von Braun- und Schwarzgürtel gerne angenommen wurde.

BM Sammlung260Der 12-jährige Oliver fiel als einziger Youngster mit seinem grünen Gürtel besonders auf. Ohne jegliche Probleme stellte er sich ins „Erwachsenentraining“ und gab z.B. in der Einheit mit Carlo Fugazza sein Bestes. „Ich habe zum ersten Mal bei C. Fugazza trainiert. Es war ziemlich cool, vor allem die schweren Katas zu üben, “ so der Starnberger Junge. Sein Vater Frank Debacher freut sich mit seinem Bub den Karatesport gemeinsam auszuüben: „Es ist schön, wenn man als Vater-Sohn-Gespann gemeinsam mit einem Hobby Zeit verbringen kann. Hier ist Karate perfekt und wir fahren neben dem normalen Training um die 8mal im Jahr zusammen auf Lehrgänge!“ Auch Grüngurtträger Daniel aus Rosenheim war zum ersten Mal beim DANShakai. „Mit meinem Beruf als Physio interessiert es mich von Haus aus über den Tellerrand in meinem Verein zu schauen und neue Trainer kennen zu lernen. Ich schätze Fritz Oblinger, aber auch Carlo fand ich sehr gut.“

Die Unterstufe wurde aber auch an diesem Tag sehr gefordert. Carlo Fugazza verlangte viel Kopfarbeit und übte einige ähnliche Passagen aus der Jion und der Tekki Shodan. Um zu demonstrieren, dass der Ablauf zwar fast gleich aussieht, aber komplett unterschiedliche Bedeutungen haben, zeigte er anhand der Anwendung die Lösung der Techniken. Diese Bunkai durften die anwesenden Karatekas danach mit Partner üben.

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Auch Fritz griff das Thema „Tekki Shodan“ in der Unterstufe auf und trainierte am Partner gewisse Sequenzen: „Wichtig ist es, locker zu starten, Eure Kraft aufzubauen und durch die Rotation Eure Technik zum Abschluss zu bringen. Das üben der Bunkai hilft Euch zum besseren Verständnis der Kata!“

Die Oberstufe musste neben körperlichem Perfektionstraining noch viel Kopfarbeit leisten. Bei Fritz Oblinger wurde unter anderem die Kata „Shin-Gi-Tai“ (Geist-Technik-Körper) geübt. „Eine gute Technik siegt über die pure Kraft, doch der Geist dominiert alles“, so die Erklärung von Fritz. Neben dem, für viele Teilnehmer fremden Ablauf, wurden Anwendungen am Partner geschult, damit die unterschiedlichen Kombinationen klarer wurden. Fritz legte hier auch Wert auf eine realitätsnahe Ausführung. „Wer in der Abwehr zu weit weg geht, wird keinen Krieg gewinnen und hat auch kein Vertrauen in sich und seine Techniken“, versuchte er die Teilnehmer zu motivieren.

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Bei Carlo Fugazza wurde unter anderem die Kata Jitte trainiert. Der sympathische Italiener erklärte und demonstrierte die einzelnen Bewegungen, bis ins kleinste Detail. Selbst ein Übersetzen des Fußes zur nächsten Technik wurde ausführlich in Sachen Gewichtsverlagerung und Folgetechnik beleuchtet. „Ihr müsst -in- die Kata reingehen und euch jedes kleinste Teil anschauen. Ihr müsst neugierig sein, wie ein Kind, das ein neues Spielzeug bekommen hat und versucht zu verstehen wie es funktioniert.“ Jitte bedeutet „10 Hände“ und ist mit den Katas Jion und Jiin artverwand. Zum Schluss gab Carlo seinen Teilnehmern noch folgenden Satz mit auf dem Weg: „Innerhalb vielen Lebens- und Trainingsjahren versteht man zwar einiges, man versteht aber auch, dass man noch vieles nicht verstanden hat!“

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Bild: Erich Berle

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v.l.n.r.: Vereinsleiter Erich Berle, Trainerin Tanja Zeltenhammer, Trainerin Ines Stinglwagner und stellvertr. Vereinsleiter Fabian Stinglwagner

 M L3954Ausrichter war in diesem Jahr wieder das Team von der Karateabteilung des TSV Ober-/Unterhaunstadt um Vereinsleiter Erich Berle. Der Verein umfasst mit seinem nun 5-jährigen Jubiläum im Jahr 2014, knapp 100 Mitglieder und hat in der Zeit um die 30 BKB Events ehrenamtlich ausgerichtet. Neben Erich Berle stehen auch immer seine Trainer/innen Fabian und Ines Stinglwagner sowie Tanja Zeltenhammer vor Ort zur Verfügung und kümmern sich um Kasse, Verpflegung und aktuell sogar um die Organisation der Typisierungsaktion interessierter Karatekas. An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön für Euer Engagement im BKB. Wir freuen uns, euch noch mindestens weitere 5 Jahre in Ingolstadt besuchen zu dürfen.

Bericht und Bilder:
Melanie Müller

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