26.01.2014 - Bronze für BKB-Damen-Team bei den Open de Paris 2015

Vom 23.- 25. Januar fand das erste Premiere league- Turnier 2015 statt – in Paris. Auch eine kleine bayerische Delegation nahm daran teil, das Kata- Damen-Team mit Marina Albers, Susanne Beinvogl und Lisa Kirchner und als vierte im Bunde Martina Resch.

Für das Nationalteam gingen Heinrich Leistenschneider und Ilja Smorguner an den Start. Ein überraschend großes Teilnehmerfeld stellte sich schon im Vorfeld dar; bei den Kata Damen stellten sich 90 Teilnehmerinnen der Herausforderung und neun Kata-Teams, auf Ilja warteten 122 Bewerber und in Heinrichs Kategorie -84kg hatten sich 99 Athleten gemeldet.

Am Freitag(!) um 15 Uhr wurde das Turnier mit der Kategorie Kata female individual eröffnet; leider mussten alle bayerischen Teilnehmerinnen in Runde 1 oder 2 die Segel streichen. Um 17:30 Uhr ging es dann für die Kata-Herren auf die Kampfmatten; Ilja siegte die ersten vier Runden souverän (Mexiko, Spanien, Belgien, Frankreich), bevor er sich gegen den Vorjahressieger Issei Shimbaba vom japanischen Nationalteam geschlagen geben musste. Dieser zog jedoch kurz darauf ins Finale ein, sodass Ilja sich in der Trostrunde erneut beweisen konnte.

Diese fand auch schon gegen 22 Uhr statt. Alfredo Tocco vom italienischen Nationalteam legte vor; Ilja zeigte eine starke Kosokun Dai, wurde aber mit 4:1 aus dem Rennen um die Bronzemedaille geworfen. Durch diese fragwürdig anmutende Entscheidung der Kampfrichter schied Ilja mit dem 7. Platz aus dem Turnier aus.

Der wahre Höhepunkt an diesem Tag wurde aber vom Katateam der drei Damen aus Erding gestaltet (trainiert von Irmi Borgs). Nachdem auch sie sich eine Weile warmhalten mussten (die Teamkategorie startete erst um 20:30 Uhr), legten die erfahrenen Mannschaftsathletinnen fulminant mit Gojushiho sho los und besiegten klar die ersten Gegnerinnen aus Frankreich (SKC Seynod). In der zweiten Runde wartete der deutlich härtere Brocken auf die bayerischen Damen, das Mazedonische Nationalteam. Die Erdinger Mädels legten mit Gojushiho dai vor, die Mazedonierinnen mit ihrer Parade-Kata Suparinpei nach. Die Kampfrichter ließen sich von den international bekannten Gesichtern nicht beeindrucken und zogen 3:2 für unser Team. Im Kampf um den Einzug ins Finale wartete ein weiteres französisches Team (Annecy), dass dann leider das Rennen machte.

Direkt im Anschluss an diesen Kampf wurde Platz drei ausgetragen; mit einer sensationellen Unsu und einem nahezu perfekten Bunkai besiegten Marina, Susi und Lisa ein italienisches Team aus der Lombardei und hatten sich somit Bronze gesichert. Großes Lob gab es auch vom Nationalteam, das unsere Damen während der Kämpfe angefeuert und unterstützt hatte.

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Am Samstag legte sich dann Heinrich ins Zeug; mit großem Auslosungspech geriet er direkt in Runde 1 an Georgios Tzanos, den amtierenden Europameister, und musste sich leider mit 0:2 geschlagen geben. Da dieser im Kampf um den Einzug ins Finale gegen den Weltmeister von Bremen verlor, blieb Heinrich auch die Trostrunde verwehrt.

Deutschland kehrte von diesem Turnier mit nur zwei Medaillen zurück (Jonathan Horne, 2. Platz, +84kg) und eine davon holte unser bayerisches Kata Damen Team.

Starke Leistung, Mädels!
Bericht: Martina Resch