16.09.2014 - WM Portraits Teil 2: Kata-Athlet Ilja Smorguner

iljaName: Ilja Smorguner
Geboren: 24.06.1984
Ausbildung / Beruf: Softwareentwickler
Karate seit: 1998
Verein: Shugokan München
Graduierung: 2 Dan




Warum hast Du mit Karate angefangen?


Mein Vater war selbst ein großer Fan von Kampsport und hat selbst in den jungen Jahren Karate gemacht. Jeden Freitagabend schauten wir uns zusammen Kung-Fu Filme an. Als ich 7 geworden bin fragte er mich, ob ich es auch gern lernen möchte und brachte mich in eine Taekwondo Schule. Ich blieb dabei bis zur unseren Migration nach Deutschland. Unsere Familie hat sich in Schwerin eingesiegelt, wo ich zunächst mit Taekwondo weitermachte. Eines Tages kam mein Vater heim und hielt ein Zettel mit der Adresse eines Karate-Dojos in der Hand. Ich machte aus Spaß an der Freude beim Probetraining mit und das hat mir so viel besser gefallen, dass ich entschieden habe zu Karate zu wechseln.


Warum hast Du mit Wettkampf angefangen?

Wettkampf spielte in den Dojo's, in welchen ich als Kind trainierte immer eine große Rolle. Uns wurde praktisch anerzogen, dass es dazugehört. Bis zu meinem 20en Lebensjahr, nahm ich Wettkampf jedoch nicht besonders ernst.


Was war dein bisher größter (emotionalster) Erfolg?

Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2013 in Erfurt. Es war das erste Finale gegen Jan Urke. Ich stand bereits 2-mal im Finale und habe 2-mal verloren. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es an dem Tag anders sein wird.


Du bist für die WM im eigenen Land in Bremen nominiert. Was bedeutet das für Dich?

Es ist eine große Verantwortung, welche ich sehr erst nehme. Die Erwartungshaltung ist sehr hoch und damit auch der Druck.


ilja-3Wie bereitest Du dich auf dieses Ereignis vor?

Mein Heimtrainer Michael Schölz hat einen Rahmentrainingsplan ausgearbeitet, an welchen ich mich orientiere. Die Trainingsinhalte sind unterschiedlicher Natur. Kraft-, Kata- und Sequenztraining. Ich mache täglich in 1 bis 4 Stunden was davon, je nach Trainingsperiode.


Wie geht es Dir kurz vor deinem Start? Was denkst oder fühlst Du?

Ich bin auf mich fokussiert, konzentriere mich auf meine Atmung und denke an... das würde ich doch gern für mich behalten. :-)


Ist es für Dich wichtig dass vor deinem Start dein Trainer / Coach dir nochmals einen Motivationsschub gibt oder möchtest Du lieber für Dich sein und dich konzentrieren?

Ich möchte lieber für mich sein. Alles andere bringt mich eher aus dem Fokus.


Bist Du bei hochwertigen direkten Konkurrenten besonders nervös oder spielt ein Name oder Land für Dich keine Rolle in der Auslosung?


Direkt vor dem Start versuche ich mich nur auf mich und auf meine Kata zu konzentrieren. An den Gegner denke ich nicht.


Wie schaut es nach der WM in Bremen aus. Wirst Du noch aktiv auf der Matte stehen oder möchtest Du nach diesem Event gleichzeitig deine Karriere beenden?


Klar mache ich noch weiter. An ein Karriereende denke ich noch nicht.


Gibt es ein Motto oder Zitat das Du den Lesern auf dem Weg geben möchtest?

Je größer der Berg, desto besser die Aussicht. Hört nicht auf zu klettern! :-)

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