03.09.2014 - WM Portraits Teil 1: Kumite-Athletin Maria Weiß

DKV-Kumite-88Name: Maria Weiß
Geboren: 01.07.1982
Ausbildung / Beruf: Sportökonomin
Karate seit: 1992
Verein: KaKenko Karate- und Gesundheitszentrum Hersbruck
Graduierung: 3. DAN



Warum hast Du mit Karate angefangen?


Meine Eltern bekamen eine Ausschreibung für einen Karate Anfängerkurs in die Hände. Daraufhin schickten sie mich und meine beiden Geschwister dort hin. Ich wäre zu diesem Zeitpunkt nicht auf die Idee gekommen Karate zu lernen.


Warum hast Du mit Wettkampf angefangen?

Ich hatte schon immer Spaß an „Wettkämpfen" und dem sportlichem Vergleich. Da ich in einem Karateverein begonnen habe, der regelmäßig an Turnieren teilnahm, hatte auch ich die Möglichkeit an Wettkämpfen teilzunehmen.


Was war dein bisher größter (emotionalster) Erfolg?

Da gibt es ein paar wirklich besondere Momente und Erfolge. Der besonderste war jedoch Rückblickend sicherlich die Teilnahme bei meiner ersten Weltmeisterschaft 2008 in Tokyo, bei der ich den endscheidenden Finalkampf im Team kämpfen durfte und gewinnen konnte. Der ganze Tag war unbeschreiblich.


Du bist für die WM im eigenen Land in Bremen nominiert. Was bedeutet das für Dich?

Es ist mir eine große Ehre, mein Land bei einer Weltmeisterschaft vertreten zu dürfen. Das ist grundsätzlich unabhängig davon, in welchem Land die WM ausgetragen wird. Was die Atmosphäre betrifft wird eine WM im eigenen Land jedoch sicherlich etwas ganz besonderes.


IMGL2892Wie bereitest Du dich auf dieses Ereignis vor?

Vor allem durch intensives Training.


Wie geht es Dir kurz vor deinem Start? Was denkst oder fühlst Du?


Obwohl ich nun schon viele Jahre an Turnieren teil nehme, ist immer eine gewisse Anspannung/Nervosität vorhanden. Die muss sicherlich auch da sein um 100%ig aufmerksam und fokussiert zu sein.


Ist es für Dich wichtig dass vor deinem Start dein Trainer / Coach dir nochmals einen Motivationsschub gibt oder möchtest Du lieber für Dich sein und dich konzentrieren?

Das kann ich nicht pauschal beantworten. Es gibt Tage, an denen bin ich absolut fokussiert, da ist mir total egal, was um mich rum passiert. Und es gibt Tage, da hilft es mir, wenn mein Coach nochmal ein paar klare, bestätigende Worte sagt.


Bist Du bei hochwertigen direkten Konkurrenten besonders nervös oder spielt ein Name oder Land für Dich keine Rolle in der Auslosung?


Ich schaue mir vor jedem Turnier die Auslosung an. Wenn ich auf „hochwertige direkte Konkurrenten treffe, bin ich nicht nervöser als bei anderen. Im Gegenteil. Ich bin in solchen Kämpfen oft konzentrierter und fokussierter. Man wächst mit seinen Aufgaben.


Wie schaut es nach der WM in Bremen aus. Wirst Du noch aktiv auf der Matte stehen oder möchtest Du nach diesem Event gleichzeitig deine Karriere beenden?

Sehr wahrscheinlich wird die WM in Bremen mein letztes Turnier sein.


Gibt es ein Motto oder Zitat das Du den Lesern auf dem Weg geben möchtest?

Im Bezug auf meinen bisherigen „Weg" im Karate fällt mir ein Zitat von „Mo Farah" ein: Don´t dream of winning. Train for it.


Danke für das Interview,
Melanie Müller

Maria-Weltmeisterin