21.05.2014 - 9. BKB Kata Marathon in Burglengenfeld

Burglengenfeld. Es gab viele verschiedene Gründe, warum knapp 100 Teilnehmer/innen den Weg ins oberpfälzische Burglengenfeld gesucht haben. Zum einen wollten wohl die zwölf Dan-Prüflinge endlich ihre lange, intensive Vorbereitungszeit zu einem perfekten Abschluss bringen. Für andere wiederum gehört der Kata Marathon einfach zum Karateleben dazu. „Für uns ist dieses BKB Event einer der schönsten Lehrgänge im Jahr und eine Tradition", so eine Karate-Familie aus Wolframs-Eschenbach. Ein Münchner Teilnehmer trainiert oft und gerne bei Fritz Oblinger, war aber an diesem Tag ebenso von den anderen beiden Kata-Landestrainern Trainern Franz Fenk und Michael Schölz begeistert. „Man lernt heute sehr viel, ich kann nur sagen – 1A!" Auch nutzten die umliegenden Karatekas diesen Tag, wie z.B. eine Regensburger Gruppe, die sich in Sachen Kata weiterbilden wollten. „Uns gefällt der Austausch innerhalb der Leute; und die Intensität des Trainings mit vielen anspruchsvollen Kata an einem ganzen Tag ist viel höher als eine normale Einheit."

Es gab einen bunten Mix in 10 Trainingseinheiten an Unterstufen-, Oberstufen- und stilübergreifenden Themen wie z.B. die Heian Kata, Unsu, Jiin oder Bassai Dai aus dem Shito Ryu.

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„Lokalmatador" Franz Fenk motivierte seine Gruppen durch seine lockere, aber dennoch präsente Art und Weise. Bereits das erste Training galt der intensiven Gojushiho Dai. „Diese Kata ist ein perfektes Training für fließende Bewegungen. Es gibt KEINE Pausen; viel mehr wird in den langsamen Elementen die Spannung aufgebaut; die nächste Technik vorbereitet", so Franz an seine Gruppe. Er erklärte zwischendrin zum besseren Verständnis die Ausführung der Bunkai, ließ den Teilnehmern danach erneut die Kombinationen perfektionieren.

Michael Schölz erklärte neben dem Ablauf der Kata noch weitere Grundelemente aus dem Karate. „Wie heißt dieser Stand?" Stille in der Unterstufe. „Die Füße gehen auseinander wie die Hörner einer Kuh und wie macht die Kuh? Muuuuuu-subi-Dachi", grinste Michael. Durch diese witzigen Einlagen blieben die Leute aufmerksam und konnten sich gewisse Dinge besser einprägen. In der Oberstufe legte er viel Wert auf saubere Techniken aber auch auf das Verständnis, wie sich Körperhaltung und Körperspannung auf die Technik auswirkt – und letztlich das Ergebnis und Wirksamkeit der Bewegung bestimmt. „Lasst zusammen wachsen, was zusammen gehört", animierte er seine Gruppe. Damit meinte er z.B. kleinste Vorbewegungen und Folgetechniken, die eine fließende, lockere Einheit bilden sollten, denn jede Bewegung beeinflusst die darauffolgende – denn, so Michael, „es gibt keine überflüssige Bewegung im Karate!"

Breitensportreferent Fritz Oblinger war der dritte Referent im Bunde. Er lehrte nicht nur den Ablauf verschiedener Katas, sondern lies seinen Teilnehmern im Partnertraining die dazugehörige Bunkai üben. Er ermahnte sowohl in der Ausführung der Abläufe, sowie in der Anwendung: „Ihr müsst Eure Techniken schneller machen, auf der Straße kommt auch niemand in Zeitlupe auf Euch zu".

Im Anschluss an den Lehrgang wurden die Prüfungen im Kyu- und Dan-Bereich erfolgreich abgenommen. Fritz, Franz und Michael freuten sich über viele gute Leistungen und konnten in den Bewertungen noch manch guten Rat mit nach Hause geben.

Der Ausrichter KD Burglengenfeld hatte mit der lokalen Stadthalle mit einer überreichen Verpflegung und hervorragender Organisation einen perfekten Rahmen für dieses BKB Event. Ein Dank geht hier an alle Helfer des Vereins, die vor allem für eine hervorragende Verpflegung sorgten. Zum Schluss gab es für alle Trainer noch ein witziges aber nützliches Gastgeschenk, einen Schirm mit Samuraischwert-Griff, durch die Vertreter des Vereins überreicht.

Bericht und Bilder:
Melanie Müller

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