05.03.2014 - WM News: Erste Karate-WM für Menschen mit Behinderung

Presseinformation
WKF beschließt Umsetzung von DKV-Konzept!

Bremen/Gladbeck. Die Karate-WM 2014 in Bremen wird zugleich die erste für Menschen mit Behinderungen. Die World Karate Federation (WKF) hat die Einbindung in das Programm der 22. Karate-WM beschlossen, die vom 5. bis 9. November in der ÖVBArena ausgetragen wird. DKV-Präsident Wolfgang Weigert, zugleich Chairman für Menschen mit Behinderung in der WKF, sieht damit ein lang gehegtes Ziel erreicht: Jeder gehört in die Karate-Familie.

„Karate wird damit der Tatsache gerecht, dass sowohl gesunde als auch behinderte Menschen Leistungen erbringen können“, sagt
Weigert. Die besondere Wertschätzung liege aber in der Aufnahme in das Programm einer WM. „Ich freue mich besonders, dass diese WM Teil der ,regulären’ Weltmeisterschaft ist“, sagt Weigert. „Das ist nur in sehr wenigen Sportarten überhaupt der Fall, dass behinderte und nicht behinderte Athleten in einer WM gemeinsam auftreten“.

Vor fünf Jahren begann die Erfolgsstory: 2009 veranstaltete der Bayerische Karate Bund die erste „Bavarian Open“ für Menschen mit Behinderung, der wenig später auch die erste Deutsche Meisterschaft für diesem Bereich folgte. Nach mehreren Meisterschaften auf deutschem Boden folgten andere Nationen diesem Beispiel. „Der bisherige Höhepunkt war der Demo-Wettbewerb bei der WM 2012 in Paris, der den Grundstein für die eigene WM in Bremen legte“, erläutert Weigert den Verlauf der Erfolgsstory.

Bei der WM werden die Athleten in den Klassen Rollstuhlfahrer, Blinde, Sehbehinderte und geistig Behinderte antreten. Gewertet wird nach einem speziellen System, dass sich an den ICD Schlüsseln der jeweiligen Diagnose richtet. „Wir orientieren uns damit an den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO und den paralytischen Vorgaben“, sagt Weigert. Aus Deutschland treten Athleten in allen Klassen an, er rechnet mit rund 25 Nationen, die dabei sein werden.

Für das Projekt erntet der DKV viel Lob. Bereits bei der Sitzung der Organisation SportAccord im vergangenen Jahr in St. Petersburg sei die Idee und das Konzept gut angekommen, sagt Weigert. Jetzt werde es vom Bremer OK-Team gut umgesetzt werden, ist er sich sicher. „Jeder von uns ist Karate“, sagt Weigert. Dies zeigt besonders die neue WM.

Frank Miener
Pressesprecher