13.02.2014 - Hochrangiges Trainer-Duo am DANShakai in Garching

Zum ersten Mal wurde ein BKB Danshakai in Garching an der Alz ausgerichtet. Der noch junge Verein ist erst im Juni 2011 durch Abteilungsleiter Manfred Pfeiffer ins Leben gerufen worden. Anfangs orientierte man sich an der Stilrichtung Shotokan. Nachdem die Verantwortlichen eine Trainerausbildung bei Jamal Measara in Kelheim besuchten, waren alle so überzeugt und begeistert, dass man kurzer Hand in die Stilrichtung Shorin-Ryu-Seibukan wechselte. Die inzwischen 80 mitgliederstarke Abteilung ist nicht nur im Trainingsbetrieb engagiert, sondern möchte auch innerhalb ihrer Stilrichtung bzw. im BKB tatkräftig zur Verfügung stehen. Deshalb richtete der Verein letztes Jahr in Garching das Shorin-Ryu-Sommer-Camp mit rund 150 zufriedenen Teilnehmern und am vergangenen Wochenende das BKB DANSHAKAI aus.

Rund 50 Teilnehmer reisten an, um sich beim hochrangigen Trainer-Duo Jamal Measara und Fritz Oblinger viele kostbare Erfahrungen zu holen. Aufgrund der Stilrichtungsvielfalt orientierten sich beide Referenten oft auf SV-Schwerpunkte wie z.B. Hebel, Griffe und realistische Bewegungen.

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Fritz begann seine Einheiten mit Qi Gong, welches den kompletten Körper beansprucht, dehnt und zudem für das anstehende Training aufwärmt. „Qi" oder wie im Japanischen „Ki", steht für die vitale Kraft und der Energie des Körpers. „Gong" bedeutet soviel wie Arbeit, Übung. Sprich: die regelmäßige Ausübung von QiGong soll die eigene Lebensenergie stärken und zu einem gesunden Wohlbefinden beitragen. Es gibt im QiGong viele verschiedene Formen, Fritz beschränkte sich auf bestimmte Tierkreise (Schlange, Leopard, Kranich etc.), mit denen man die Parallelen zur Kampfkunst herstellen konnte und somit besser verstand. So kommt z.B. der Tiger auch in verschiedenen Karate-Stilen und Fausttechniken (Tigerkralle) vor. Im eigentlichen Training praktizierte er in der Unterstufe die Taikyoku Nidan Renshuho und deren Anwendung. „Ihr müsst versuchen aus jedem Mist trotzdem Schokolade zu machen", so Fritz Oblinger, wenn manchmal die Übenden die Bunkai nicht sofort umsetzen konnten. In der Oberstufe wurde es mit der Kata Kuniyoshi no Kushanku (eine der ersten Form von Kushanku bzw. der heutigen KankuDai) und deren Anwendung schon anspruchsvoller. Ebenso am Nachmittag wo Fritz „KankuSho mit Anwendung" vertiefte.

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Jamal Measara brachte sowohl die Unter- als auch die Oberstufe mit seinen Hebel-Variationen manchmal zum Verzweifeln. „Es sieht total einfach aus und ist doch so komplex," kommentierte eine Teilnehmerin in Garching. Jamal verstand es immer wieder seine Gruppe zu begeistern, indem er zeigte was „noch" alles möglich ist; was passiert wenn z.B. die geringste Abweichung des Ellenbogen-Winkels nicht 100% stimmt, wenn der Gegenüber anders reagiert als erwartet und wie man dann durch weitere Hebel- oder Grifftechniken entgegenwirkt. Nachdem Jamal selbst in Dubai die Polizei trainiert, konnte er hier ein breit gefächertes Spektrum an Situationen vermitteln. Dabei kam der Spaß nie zu kurz. Vor allem Jamal hatte eine große Freude, sein Wissen unzensiert weiterzugeben. In der Oberstufe führte er seine Hebel und Griffe fort, erweiterte diese Techniken aber jeweils unter dem Aspekt, den Partner aus dem Gleichgewicht und letztendlich zu Boden zu bringen.

Für alle Anwesenden war dieses DANSHAKAI ein freundschaftliches Miteinander, mit einer großen Fülle an Wissen beider Referenten. Dies gilt es erstmal zu Verarbeiten und bei nächster Gelegenheit zu vertiefen.

Bericht und Bilder:
Melanie Müller

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