17.11.2013 - Bayernpokal-Comeback in Pfarrkirchen nach 35 Jahren

Pfarrkirchen. Im Jahr 1978 wurde der erste Bayernpokal in Pfarrkirchen ausgetragen und kehrte exakt nach 35 Jahren wieder an dem Erstaustragungsort zurück. Einst wurde dieser als normales Pokalturnier mit Einzelstartern und nicht wie heute als Bezirksvergleichskampf durchgeführt. Heute wie damals richtete der TUS Pfarrkirchen, welcher nun mehr seit 1971 existiert und mit 120 Mitgliedern zur den großen Vereinen in Bayern gehört, erneut dieses Event vorbildlich aus. Das 30-köpfige Ausrichterteam unterstützte in professioneller Weise die Wettkampfleitung mit Chef Walter Sosniok, um diese Meisterschaft entspannt über die Bühne zu bringen. „Ich möchte mich in erster Linie bei meinen Mithelfern bedanken, die für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt haben und mit ihren Kuchenspenden auch dazu beitrugen, dass ein paar Euro für unsere Kasse bleiben", so Vereinsleiter Sepp Neuberger. Auch Horst Lackner, der erste Vorsitzende der TUS Pfarrkirchen war als Vertretung der Stadt Pfarrkirchen vor Ort und lobte das hohe Engagement seiner Karateabteilung.

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Grundgedanke des Bayernpokals ist die Stärkung der Bezirke und deren Wettkampf-Nachwuchs. So sollen die Mannschaften zum überwiegenden Teil aus Newcomern bestehen, um so die Chance zu erhalten, an einer „bayerischen Meisterschaft" teilzunehmen und damit wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Damit ist dieser Event ein perfektes Pflaster, ohne Qualifikationsdruck sein Können zu zeigen und sich für „höhere Aufgaben" zu empfehlen. Das die Anfeuerungsrufe des eigenen Teams im Rücken die Leistung meist erheblich steigern, ist der positive Nebeneffekt von Mannschaftsbegegnungen und oft auch einer unbeschreiblichen Stimmung.

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Um 12.30 begannen mit 4 anwesenden Bezirksmannschaften Oberfranken, Oberbayern, Unterfranken, Schwaben die Kata Wettkämpfe „Jeder gegen Jeden". Im letzten Jahr gab es nur 3 Bezirke, die sich diesem Vergleich stellten. Großer Gewinner war diesmal der Bezirk Schwaben, welcher mit drei Siegen auf Platz 1 stand. Danach folgte Oberbayern mit zwei Siegen vor dem Drittplatzierten Unterfranken.

Im Anschluss folgte der Vergleich in der Kumite-Disziplin: Nach dem Motto: Einer für alle und alle für Einen kam teilweise Gänsehautstimmung in den Begegnungen auf. Nicht nur die Athleten selbst gaben ihr Möglichstes, sondern auch die Coaches und Trainer waren manchmal der Verzweiflung nahe, wenn die Entscheidungen recht knapp oder zu ihren Ungunsten gewertet wurden. Somit gab es auf und neben der Matte meist sehr spannende bzw. amüsante Begebenheiten wie z.B. taktische und motivierende Anweisungen wie: „langer Arm – schöner Fuß!" oder „wenn Du was machst, mach es richtig...!"

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Die anwesenden 6 Bezirke Oberbayern, Schwaben, Niederbayern, Mittel- Unter- und Oberfranken, versuchten mit teilweise auch unvollständigen Teams Siege zu erzielen und sich somit ein Platz auf dem Podest zu holen. Letztendlich war dies aber nicht vorrangig, denn wie oben erwähnt, ist es für jeden einzelnen Athleten ein Erlebnis: DABEI SEIN und sein Bestes geben! So werden Mannschaften geformt und der Zusammenhalt gestärkt. Diesmal war es das Team aus Oberbayern, welches sich knapp vor Unterfranken mit fünf Siegen den goldenen Pott abholen konnte. Den dritten Rang erkämpfte sich Schwaben mit drei Siegen.

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Die Gewinner der Kata-Wettbewerbe mit Schwaben auf Rang 1.

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Die Gewinner der Kumite-Wettbewerbe mit Oberbayern auf Rang 1.


Die anwesenden Wettkampfärzte Roland Pfister (Coburg) und Stefan Krüger (Landshut) hatten durch eine große Disziplin der Athleten glücklicherweise nur wenige Einsätze.

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Bild: Dr. Oliver Schnabel

Fazit vom ausrichtenden Vereinschef Sepp Neuberger: „Ohne die Unterstützung durch den BKB, angefangen von den Matten, der Wettkampfkommission bis zum Arzt und Pokalen, hätten wir diese Meisterschaft so nicht bewältigen können". Seiner Meinung sind solche Events sehr wichtig für einen Verein, denn neben der Außenwirkung (Presse, Zuschauer), bleibt auch der interne Effekt, die Gemeinschaft der Mitglieder, positiv in Erinnerung: „Der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe wächst und durch die gemeinsame Arbeit lernt man sich näher kennen und schätzen - und man hat für mindestens 14 Tage Gesprächsstoff. Somit freuen wir uns alle auf die Bayerische Meisterschaft 2015 in Pfarrkirchen!"

Bericht und Bilder:
Melanie Müller


 

Bayernpokal KATA Ergebnisse:

1. Schwaben
2. Oberbayern
3. Unterfranken


Bayernpokal KUMITE Ergebnisse:

1. Oberbayern
2. Unterfranken
3. Schwaben


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