18.10.2014 - 4. Bavarian Open für Menschen mit Behinderung

Vohburg. Es ist mittlerweile schon Tradition, dass unser Nachwuchs und Menschen mit Behinderung zusammen in einer Sporthalle ihre Meisterschaften absolvieren. Sowohl unsere Kids als auch ihre Eltern sehen dadurch, dass diese Personengruppe nicht nur fähig ist, Karate zu lernen und hier ihre Katas vorzuführen, sondern noch zusätzlich den Mut aufbringt dies öffentlich zu präsentieren. Wer selbst schon vor Prüfungen oder in einem Wettkampf stand weiß, dass hier die Anspannung und das Adrenalin enorm ist. Die Bavarian Open für Menschen mit Behinderung wurden nicht am Rande, sondern im Focus der Zuschauer zwischen der Kindermeisterschaft ausgetragen.

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Insgesamt hatten sich 35 Starterinnen und Starter gemeldet, wovon die meisten aus den Vereinen 1. CKKS Traunreut und Chiemgau Shotokai kamen. Aber auch aus den anderen Bundesländern / Vereinen wie z.B. Emmendingen, KC Vaihingen/Enz oder MTV Ludwigsburg waren Starter vor Ort. Die weiteste Anreise hatten zwei Rollstuhlfahrer aus Wales, die letztlich durch überzeugende Leistungen mit Platz 1 und Platz 2 belohnt wurde.

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Moderator und Wettkampfleiter Walter Sosniok stellte mit Marvin Nöltke und Michael Lesic unsere ersten WM-Demo Teilnehmer vor, die letztes Jahr in Paris Deutschland vertreten haben. Marvin erwähnte, dass er sich freut, aber es in Paris fast keinen Beifall gegeben hatte. Daraufhin jubelten die anwesenden Zuschauer und gaben ihm einen tosenden Applaus zurück. Unser jüngster Teilnehmer war Manuel Büchele vom 1. CKKS Traunreut. Während seiner Kata-Präsentation löste sich sein Gürtel, was er aber tapferer ignorierte und ohne Orangegurt seine Kata zu Ende brachte. Da er zudem noch an diesem Tag seinen Geburtstag feierte, wurde er durch Walter Sosniok vor vollen Zuschauerrängen gefeiert.

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Insgesamt war die Begeisterung in der Vohburger Halle sehr groß. Die teils guten Katas waren sehr schön anzusehen. Die Kampfrichter waren sich bei den meisten Darbietungen bei der Vergabe ihrer Punktezahl ziemlich gleich. Einzig bei der Kategorie Cerebralparese gab es einige Abweichungen in der Meinung einzelner Kampfrichter. Das zeigt, wie hochwertig und schwierig es auch zu bewerten ist, wenn man bei unterschiedlichen körperlichen Einschränkungen sein Urteil abgeben muss.

Ihre Premiere feierte auch unsere neue Referentin in diesem Bereich, Steffi Nagl. Souverän meisterte sie ihre erste Bewährungsprobe als ruhender und kompetenter Pol für die zum Teil sehr aufgeregten Teilnehmer. „Wenn wir noch eine Bestätigung für die Durchführung dieser Meisterschaft gebraucht hätten, die Begeisterung der Teilnehmer war ein eindeutiges Votum" fasste Präsident Wolfgang Weigert das Fazit für die rundum gelungenen Wettkämpfe zusammen.

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Bericht: Melanie Müller
Bilder: Mark Lyner / Corinna Beitler

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