20.05.2013 - Heinrich Leistenschneider gewinnt Bronze an Europameisterschaft

EM-Sieger-slideBudapest / Ungarn. Mit drei bayerischen Aktiven und weiteren Funktionären war der BKB an der diesjährigen Europameisterschaft der Senioren gut vertreten.

Auch gab es mit der Bronzemedaille im
Team für Heinrich Leistenschneider aus Straubing einen weiteren großen Erfolg zu feiern. Maria Weiß und Ilija Smorguner behaupteten sich stark, scheiterten aber dann jeweils in der dritten Runde ihrer Begegnung.


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Bei Ilja sah es im Kata-Wettbewerb anfangs sehr
vielversprechend aus, noch dazu als sein starker Poolkonkurrent Luca Valdesi überraschenderweise in der Vorrunde gegen den Spanier Damian Hugo Quint verlor. Ilja dominierte klar seine ersten beiden Begegnungen mit 5:0 gegen die Schweiz und 5:0 gegen Belgien. Erst gegen seinen englischen Konkurrenten Mottram musste er sich im Viertelfinale mit 2:3 knapp und sehr umstritten geschlagen geben. Nachdem der Engländer dann ebenfalls an den späteren Sieger aus Spanien scheiterte, blieb Ilja die Trostrunde verwehrt. Trotzdem hinterließ er einen starken Eindruck und wird auch in Zukunft die Gelegenheit bekommen sein Können international unter Beweis zu stellen..
 

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 Auch Maria machte es in ihrer Kumite-Disziplin spannend. Nacht einem 3:3 in der regulären Kampfzeit und einem anschließenden Sieg im Kampfrichterentscheid gegen Griechenland, danach ein 1:1 und erneuter Sieg im Hantei gegen Polen, hatte sie die Nerven von Bundestrainer Thomas Nitschmann sicher arg strapaziert. In der dritten Runde gegen Montenegro verlor Maria knapp mit 0:1 und da ihre Gegnerin im Halbfinale selbst ausschied auch die Trostrunde verwehrt .. Im Team-Wettbewerb (Jana Bitsch, Maria Weiß, Silvia Sperner und Duygu Bugur) schaffte es Maria mit ihren Kolleginnen mit Siegen gegen Israel (2:0). Polen (2:0) und Finland (2:1) bis ins Halbfinale. Dort wartete die bissige Mannschaft aus Kroatien. Trotz starker Motivation und Kampfeswillen mussten sich unsere Deutschen Mädels mit einem 0:2 geschlagen geben. Ein kleiner Hoffnungsschimmer blieb in der Trostrunde um Bronze gegen die Lokal-Matadoren aus Ungarn. Leider blieb unseren Mädels an diesem Tag nach einer 2:0 Niederlage die Bronzemedaille verwehrt, trotzdem ist der 5. Rang in Europas Top-Elite keinesfalls als Enttäuschung zu werten.
 


Heinrich Leistenschneider
war im Kumite Team
mit Jonathan Horne, Noah Bitsch, Nika Tsurtsumia, Mehmet Bolat, Oliver Henning und Andreas Bachmann gesetzt. Bereits die Vorrunden gestalteten unsere Jungs mit Siegen gegen England (3:0), Ungarn (3:0) und Slovakai (3:1) zu einem großes Spektakel. Der Einzug ins Finale gegen den Top-Favoriten Frankreich war an Dramatik nicht zu überbieten. Unsere Jungs mit Heinrich hielten gut dagegen, mußten aber bei einem 2:2 Gleichstand im letzten Kampf 10 Sekunden vor dem Ende noch den entscheidenden Treffer zur Niederlage in der Unterbewertung kassieren. Jetzt galt es, die Enttäuschung schnell beiseite zu legen und die Bronzemedaille am Sonntag in den Finals gegen Holland zu sichern. Sie standen alle wieder hochkonzentriert an der Tatami. Nika startete mit einem 0:0 Unentschieden, bevor Jonathan seinen Gegner mit 8:0 regelrecht von der Matte fegte, Heinrich hielt diesen Vorsprung mit einem weiteren 1:1, Unentschieden. Diese Ergebnis fuhr auch Noah mit 0:0 fort, sodass unser Schlusskämpfer Mehmet schon mit 8:0 hätte verlieren müssen, um den Holländern noch einen Entscheidungskampf zu bescheren. Aber Mehmet verhinderte dies trotz einer 0:2 Niederlage taktisch geschickt.
 

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So kannte der Jubel im Deutschen Lager keine Grenzen über die mehr als verdiente Bronzemedaille. Unsere Jungs mit Heinrich sind derzeit in Europa und auch weltweit in der absoluten Spitze zu finden, wie auch der klare und vorzeitige Sieg der Franzosen im Finale gegen Kroatien zeigte. Nur wir konnten den Franzosen bei dieser EM ernsthaft Paroli bieten und mit ein bisschen Glück hätten wir wieder den Europäischen Kumite-Team-Thron bestiegen. Für die Zukunft ist noch Einiges von diesem Team und Heinrich zu erwarten. Freuen wir uns schon jetzt auch unsere Heim-WM ein Bremen wo sie sicher zum Favoritenkreis zählen werden.


Bericht: Melanie Müller
Bilder: Christian Grüner

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