12.11.2012 - Eure Spenden sind angekommen - für Kinder aus Japan in Deutschland zu Besuch

Vom 29. Juli bis 10. August 2012 nahmen 70 japanische Kinder aus dem Katastrophengebiet rund um die Präfekturen Fukushima, Miyagi und Iwate an der sportlichen Erholungsfreizeit im Rahmen des Hilfsprojekts des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) teil. Die Kinder sollten sich von den schrecklichen Ereignissen im März 2011 erholen und Abstand gewinnen können.
Denn auch nach etwa 16 Monaten nach den Natur- und Atomkatastrophen in Nordjapan ist die Lage in den Regionen noch weit von der Normalität entfernt. Die Erdbeben und der Tsunami haben in dieser Region schreckliche Verwüstungen hinterlassen. Dadurch haben Tausende von Einwohnern alles verloren und viele leben auch heute noch in provisorischen Wohnungen.

Wenige Tage nach der Katastrophe hatte der DOSB als erste Hilfsmaßnahme 100.000 Euro aus der Stiftung Deutscher Sport zur Verfügung gestellt und gleichzeitig die Öffentlichkeit und seine Mitgliedsorganisationen zu Spenden und Unterstützung aufgerufen.

Vor-dem-Roemer

Benjamin Folkmann, Mitglied im Vorstand der Deutschen Sportjugend (dsj), betonte in seiner Eröffnungsrede, dass diese Hilfsaktion nur durch die vielfältige Unterstützung vieler Partner ermöglicht wurde. Die Kosten wurden von den gastgebenden Landessportjugenden, dem Deutschen Karate Verband, dem BMFSFJ, und vielen weiteren Spenden von Einzelpersonen, Firmen, Sportvereinen und –verbänden getragen.

Das Programm begann am 30. Juli mit einem Rathausempfang im Frankfurter Römer. Der japanische Delegationsleiter Fumiaki Tanifuji berichtete, dass die Sportmöglichkeiten in den betroffenen Gebieten noch immer beschränkt sind und freute sich, dass die Teilnehmerinnen in Deutschland Sport treiben können und bedankte sich für die Unterstützung für seine Heimat.

Die Jugendlichen reisten in sechs Kleingruppen in die Bundesländer der Gastgeber, um an den Regionalprogrammen (Bayern, Berlin, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Nordrheinwestfalen) teilzunehmen. Als Unterkunft standen Jugendferienhäuser bzw. Schullandheime zur Verfügung. Sie erlebten überall ein abwechslungsreiches, zum großen Teil sportliches, aber auch kulturelles Programm. Hier nur ein paar Beispiele: im Meer baden, am Strand liegen, Besuch eines Hochseilgartens, einer Falknerei, eines Fußballbundesligaspiels, Kanufahrt und Wandern, Besichtigung des Reichstag in Berlin, oder einfach nur Fußball und Volleyball spielen.

Falknerei

Von Frankfurt aus ging es dann gut erholt und mit vielen neuen Eindrücken wieder zurück nach Japan und beim Abschied floss die ein oder andere Träne, und das nicht nur bei den Kindern.

In einem persönlichen Gespräch mit dem japanischen Delegationsleiters Herrn Tanifuji teilte mir dieser mit, dass es für ihn als Kendoka ein besonderes Anliegen war, seinen „Budo“-Freunden in Deutschland für die Hilfe, für Eure Hilfe, zu danken.


Bericht:
Deutsche Sportjugend/C. Conrad
Bilder: C. Conrad