30.09.2010 - Der BKB schreibt in Hemhofen Karategeschichte

Bavarian-Open-HemhofenIOC-Vize Dr. Thomas Bach und WKF Präsident Antonio Espinos bei den Bavarian Open anwesend.

Das der BKB nach den Weltmeisterschaften 2000 in München nochmals Karategeschichte schreiben kann, hätte niemand für möglich gehalten.

Am Samstag den 25. September war es soweit:

Mit IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach besuchte zum ersten Mal ein Mitglied des 14köpfigen IOC-Exekutiv Komitees weltweit eine Karateveranstaltung.

Kein Wunder dass auch WKF Präsident Antonio Espinos zu den Bavarian Open für Menschen mit Behinderung nach Hemhofen reiste.


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IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach war tief beeindruckt von den Leistungen und gratulierte persönlich die Teilnehmer der intern. BM
Schon im Vorfeld sorgte die Übernahme der Schirmherrschaft für diese Veranstaltung durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer für eine positive Überraschung. Wegen dringender Termine in Berlin (Neuregelung der Harzt IV Sätze) sandte er den Regierungspräsidenten von Mittelfranken, Dr. Bauer als seinen Vertreter.

Für besondere Freude sorgte BLSV-Präsident Günther  Lommer der den BKB als Vorzeigeverband des BLSV bezeichnete: „Ich bin stolz auf diesen Verband und froh dass ich ihn habe!“

Auch BVS-Vizepräsident Herbert Holzinger würdigte die hervorragende Zusammenarbeit mit dem BKB, mit welchem im letzten Jahr der Kooperationsvertrag geschlossen wurde.

Eine perfekte Ausrichtung durch Ebru und Ismael Shik Ahmad, eine meisterliche Vorbereitung und Moderation durch BKB-Wettkampfleiter Walter Sosniok, begeisterten nicht nur die Ehrengäste, sondern auch die über 200 anwesenden Zuschauer. Was die behinderten Sportler aus Australien, Palästina, Frankreich, Spanien und Deutschland zeigten, hinterließ einen tiefen Eindruck ganz besonders bei Dr. Thomas Bach und Antonio Espinos.

Bav-Open-EspinosDas „Highlight“ schlechthin war sicher Ray Moncount. Der 100 Prozent blinde Karateka aus Australien, der eine „Unsu“ zeigte die den Titel eines Bayerischen Meisters in der Leistungsklasse würdig gewesen wäre. Von seiner Frau auf die Kampffläche geführt, brannte er ein Feuerwerk der vorgeschriebenen Techniken ab, die in einen über 1,5 Meter hohen Sprung gipfelten. „Unglaublich“ war noch ein zurückhaltender Kommentar für diese Leistung.

Bav-Open-TeilnehmerAus Bayerischer Sicht konnten Andrea Nowak (1. Platz geist.beh. Damen), Kirstin Lederer (2. Platz geist.beh. Damen), Gerald Haberhauer (2. Platz Sehbehindert), Emine Atav (3. Platz Sehbehindert) alle vom 1.Chiemgauer Karatezentrum, sehr zur Freude ihres Trainers Richard Schalch überzeugen. Lokalmathador Dr. Christoph Rieck aus Hemhofen durfte sich in der Kategorie Taubstumm über eine Silbermedaille freuen. Weiter nahmen Winkler Thomas und Strecha Verena vom 1. CKKS Traunreut in der  Kategorie Rollikarate an dieser internationalen Meisterschaft teil.

Antonio Espinos lobte den BKB für diese perfekte Veranstaltung und bestätigte ihm, dass er dem Karate weltweit damit einen großen Dienst erwiesen hat. Dr. Thomas Bach war von der Veranstaltung so begeistert, dass er noch in der Halle seinen Nachfolgetermin absagte und über zweieinhalb Stunden blieb. Er führte nicht nur die Siegerehrung mit durch, sondern unterhielt sich mit jedem der behinderten Sportler und stellte sich für alle Bilderwünsche gerne zur Verfügung.

Mit besonderem Stolz dürfen alle Karateka seine Einschätzung über Karate und speziell Behindertenkarate aufnehmen: „Karate ist der am besten geeignete Sport in Koordination und  Körperspannung für behinderte Sportler“.

Alle BKBler die an diesem historischen und für das Weltkarate wegweisenden Event mitgewirkt haben, gilt der besondere Dank.


Bericht und Bilder:
Melanie Müller



Auch bei der WKF (World Karate Federation) wurde über Hemhofen berichtet


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