29.04.2010 - Osterlehrgang und SOK Dan-Prüfung in Regenstauf

Osterlehrgang-regenstaufAm 10.04.2010 fand in Regenstauf ein Karate- Osterlehrgang statt. Ausrichter von diesem Lehrgang war der SV Diesenbach – allen voran Sandra Aichner mit Ihrer Mannschaft. Um es vorweg zu nehmen, der Lehrgang war wieder mal super organisiert und wurde genau so super und professionell durchgeführt wie die Jahre zuvor.

Betritt man in Regenstauf die Sporthalle spürt man sofort, hier ist etwas anders als anderswo. Man wird von allen Seiten mit einem freundschaftlichen „ Hallo „ „Servus „ oder „Schön dich zu sehen „ begrüßt. Ganz gleich welcher Stilrichtung, welchen Rang oder welcher Herkunft. Man ist unter Gleichgesinnten und nicht unter Kontrahenten.

Osterlehrgang-regenstauf2Start war um 9 Uhr mit der Vorstellung von den Trainern Irmgard Borgs ( 5. Dan ), Stefan Borgs ( 4. Dan ), Harald Strauß ( 5. Dan ) und Sandra Aichner ( 3. Dan ).In allen Belangen, war es Training für Bunkai, Prüfungsvorbereitung für Dan- oder Kyu, Kata, Soundkarate oder Tai Chi, zeigten die Trainer ihr enormes Wissen und Können.

Wann immer es nötig war korrigierten Sie die Lehrgangsteilnehmer, immer mit einem Lächeln auf den Lippen und nahmen so die Anspannung von den nachfolgenden Prüfungen von den Teilnehmern.

Bilder vom Lehrgang im Fotoalbum

SOK-Dan-Prüfung: Klingt einfach und ist doch so anspruchsvoll

Die SOK-Prüfung besteht v.a. aus einem Kata-Pflichtteil, der Dan-Anwärter zeigt außerdem ein selbst erarbeitetes Kihon nach Anweisung des Prüfers und als Wahlteil ein ebenfalls selbst erarbeitetes Bunkai, Selbstverteidigung oder Kumite, jeweils orientiert an den gezeigten Katas. Vergleichbares gilt auch für SOK-Kyu-Prüfungen.

Klingt einfach, doch gerade beim Erarbeiten der Kihon- und Wahlteiltechniken beginnt der besondere Anspruch und auch die besondere Motivation der SOK-Prüfung: Über Monate hatten die Dan- Anwärter Kihon- und Bunkai- bzw. Kumite-Anwendungen der vorgesehenen Prüfungskatas überlegt, diskutiert, geübt, verworfen, neu erarbeitet und schließlich zur Perfektion optimiert. Fazit der Dan-Anwärter: Noch nie hatte eine Prüfung ein solches Maß an Beschäftigung mit dem eigenen Karate sowie an Diskussion und Austausch zwischen den Dan-Anwärtern, Trainern und VereinskameradInnen erzeugt. Dabei stellte sich jeder Dan-Anwärter laufend die Frage „Welches Karate passt zu mir, was ist Dan-würdig und wie kann ich Technik und Anwendung glaubhaft und realistisch rüberbringen?“ So verwundert es nicht, dass die Dan-Anwärter sämtlich aus der Altersklasse 40+ entstammen und bereits viele Jahre Karate-Erfahrung besitzen. Gerade diese Erfahrung konnten sie effektiv und erfolgreich im Rahmen ihrer Dan-Prüfung umsetzen.

Am Ende entstand bei allen frisch gebackenen Dan-Trägern das Gefühl, das gezeigte Karate in Technik, Interpretation und Anwendung in einer bis dahin nicht gekannten Tiefe durchdrungen zu haben. Gerade beim Schritt zu einem Meister-Grad bekam man somit als Dan-Anwärter das Verständnis für die Entwicklung vom Schüler zu einem eigenständigen Karateka.


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