29.04.2010 - Ehrung für Traunreuter Sportler von der DM für Menschen mit Behinderung

Spitzenerfolge beim Karate für Menschen mit Behinderung

Bei den Deutschen Karatemeisterschaften für Menschen mit Behinderung in Völklingen/Saarland konnten drei Sportlerinnen des 1. CKKS Traunreut großartige Erfolge erzielen.

Andreea Nowak, die vor zwei Jahren den dritten und letztes Jahr in Erfurt den zweiten Platz erzielte, holte sich diesmal den Titel bei den geistig behinderten Damen. Kirstin Lederer schaffte in derselben Kategorie einen hervorragenden fünften Platz. Bei den sehbehinderten Sportlern erlangte Emine Atav den zweiten Platz und steigerte sich somit um einen Platz zum Vorjahr.

Alle drei Sportlerinnen trainieren schon seit Jahren im 1. CKKS unter der Leitung von Trainer und Vereinsleiter Richard Schalch. „Man darf nicht vergessen, dass es schon eine gewisse Anstrengung für diese Sportlerinnen ist, eine mehrstündige Fahrt zu den Veranstaltungsorten der Meisterschaften hinter sich zu bringen, da sie sich ja sonst in einem gewohnten Umfeld befinden. Aber durch unser ständiges gemeinsames Training und die gezielte Vorbereitung auf die Wettkämpfe legt sich die Nervosität immer ziemlich schnell. Sie wissen, dass wir immer für sie da sind und an sie glauben. Was die Mädchen bisher geschafft haben ist einfach großartig und sie sind mindestens so stolz auf sich selbst, wie wir es sind.“, sagt Schalch. „Das Selbstvertrauen resultiert aus den regelmäßigen Anwendungen der Karatetechniken, bei denen nicht nur der allgemeine gesundheitliche Aspekt zum Tragen kommt, sondern auch die Motorik und das Gedächtnis stetig trainiert und verbessert werden.“, erklärt er weiter.

Karate als Basis für ein Miteinander von Menschen mit Behinderung und Nichtbehinderten zu schaffen, das ist ein erklärtes Ziel des 1. CKKS Traunreut. Die bis dato erzielten Erfolge sprechen für sich und sollten als Vorbild für alle Sportler aller Sparten dienen.

Traunreut-Ehrung
Vorne von Links nach Rechts: Lederer Kirstin, Nowak Andreea (Andreea mit 2 e), (Emine Atav war krankheitsbedingt verhindert an diesem Tag)

Hinten v. L. n. R. Trainer Richard Schalch, Bürgermeister Franz Parzinger, 2 Damen vom Sponsor Sparda-Bank (links Petra Pavenzinger, andere Dame nicht bekannt) und Wolfgang Enderle, Geschäftsführer der Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten