28.11.2009 - Bambini Turnier 2009 in Roding

Stabile Teilnehmerzahlen / Straubing und Traunreut erfolgreichste Vereine

Die neu sanierte Halle in Roding war ein idealer Austragungsort für das diesjährige Bambini Turnier. Hans Schmidtbauer hatte neben seinem Ausrichterteam noch tatkräftige Hilfe von den Dojos Cham und Pösing. Auch Rodings 1. Bürgermeister Franz Reichold lobte das Engagement seines lokalen Karatevereines, allen voran Hans Schmidtbauer und freute sich, so viele kleine Karatekas aus ganz Bayern mit ihren Betreuern und Trainern begrüßen zu dürfen. Da Roding nicht unbedingt zentral gelegen ist, haben sich vereinzelte Vereine für die Anreise einiges einfallen lassen. Die Dojos aus Bessenbach und Amorbach, welche vom obersten Zipfel Bayerns kommen, haben z.B. einen gemeinsamen Bus gemietet und gleich noch ihren „Fanclub“ eingepackt, was für eine gute Stimmung sorgte.

Die Wettkampfkommission um Christian Heindl konnte mit großer Unterstützung von Stefan und Irmi Borgs, diese Meisterschaft reibungslos über die Bühne bringen. Die erst neugewählte Jugendvorstandschaft war durch Ludwig Canzler und Sandra Aichner vertreten und freute sich über diese rege Teilnahme. Umso mehr Freude bereitete es ihnen aber, bei der Siegerehrung viele junge strahlende Titelträger mit Gold, Silber und Bronze auszuzeichnen.

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Das Bambini Turnier ist nachwievor eine ideale Möglichkeit für Vereine und deren Schützlingen in das Wettkampfgeschehen zu schnuppern. Diesjähriger erfolgreichster Bezirk war Oberbayern, wobei hier der 1. CKKS Traunreut mit 10 Gold-, 7 Silberund 5 Bronzemedaillen einen großen Anteil geleistet hat. Der TOP Verein an der Spitze in der Vereins- Medaillenwertung war mit 10 Gold-, 12 Silber- und 6 Bronzemedaillen der KD Straubing.  Auf Rang drei und vier reihten sich der SV Hut Coburg und der KD Kempten ein.

Durch die hervorragende Disziplin und dem guten Niveau der kleinen Sportlerinnen und Sportler, hatte das  Ärzteteam um Dr. Roland Pfister kaum aktive Einsätze auf der Matte. In Bayern wird seit einigen Jahren mit Erfolg das  alte Punktesystem beim Kata-Shiai angewendet. Vor allem für die Kids ist dieser Ablauf transparenter und psychisch erträglicher, als das KO-Flaggen-System. Kampfrichterreferent Klaus „James“ Sterba hatte sich für die Kata-Finals, bei dem insgesamt 4 Athleten ihre Kata hintereinander zeigen, noch etwas Besonderes als Testlauf ausgedacht. Die Kampfrichter saßen hier nicht wie gewohnt an den Eckpunkten der Tatami verteilt, sondern platzierten sich in einer Reihe in der Frontseite des Kämpfers auf. Dies sollte ein optischer und vor allem praktischer Versuch werden, wie sich z.B. die Wertungen bei gleichem Blickwinkel der Referees auswirken.


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Wie auch im letzten Jahr ist der Wettbewerb „Kumite am Ball“ von vielen Vereinen gut angenommen worden. Dieser Teil des sog. Soundkarate kann man als „Vor-Stadium“ des späteren freien Kumite verstehen, bei dem 2 Athleten gleichzeitig versuchen, in Randoriform um einen Ball, Techniken so präzise wie möglich auszuführen, ohne diesen zu berühren. Eine Berührung ist mit einem Kontakt beim Kumite gleichzusetzen und fließt in die Gesamtwertung am Schluss ein. Der Hauptkampfrichter, welchen die Begegnungen leitet und 3 weitere Kampfrichter, geben dann anhand von Flaggen ein Votum für den Sieger ab.

Insgesamt war das Turnier sehr gemischt von kleinen Anfängern und schon beeindruckenden Darbietungen. Sowohl im Kata-, als auch im Kumitebereich gab es einige ausbaufähige Talente, die bei intensiven qualitativen Training und aufbauenden Erfahrungswerten, sehr gute Chancen auf eine erfolgreiche Wettkampfkarriere vor sich haben.

Nichts desto trotz soll das Bambini Turnier auch im nächsten Jahr das bleiben, was es ist: ein bayerisches Nachwuchsturnier ohne viel Leistungs- und Erwartungsdruck.

Bericht und Bilder:
Melanie Müller

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