13.09.2009 - Rekordbeteiligung und Top-Referenten bei BKB-Tag

Fritz-OblingerIngolstadt - Der BKB-Tag entwickelt sich immer mehr zum absoluten LG-Highlight im BKB. Knapp 300 Vereinsleiter, Trainer, Funktionäre und ganz normale Karatekas waren begeistert von dem Dargebotenen, bei dem Jeder für sich das passende fand.

„Ist einfach toll, wenn man an einem Tag so viele verschiedene Eindrücke, von wirklich guten Trainern aufsaugen kann“, äußerte sich ein zufriedener Teilnehmer zum BKB Tag 2009. Und die Vielfalt war auch in diesem Jahr breit gefächert.

Mit Special-Gast Günther Mohr hatte der Organisator diesen BKB-Tages, Fritz Oblinger, einen Glückgriff getan. Der langjährige und erfolgreiche Bundestrainer des DKVs zog mit seinem umfassenden Wissen und Können die Teilnehmer von der ersten Minute an in seinen Bann und vermittelte die Feinheiten des Kumite in vielen Fassetten. Eins steht fest: Günther hat noch lange nichts verlernt, wie er in seinen Demonstrationen von schnellen Fußtechniken und auch Fegern unter Beweis stellte.

Jamal Measara, hat sich zwischenzeitlich im BKB eine große Anhängerschaft in Sachen Kobudo geschaffen. Auch an diesem Tag verstand er es, die oft komplexen Bo-Techniken und Kombinationen leicht verständlich an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

 

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Marie Nino hat noch nichts von ihrer Dynamik und Präzision vergangener Wettkampftage eingebüßt und so ist es kein Wunder, dass gerade die Kata-Cracks auf ihre Kosten kamen. Auf dem Programm stand die alte Kata Junro-Godan, welche ursprünglich von Meister Asai entwickelt wurde. Diese Form verlangt ein hohes Maß an technischer Qualität und trainiert unter anderem den richtigen Einsatz der Hüfte.

Auch Oliver Schnabel, unserer ehemaliger Kata-Champion, setzte sich mit Shotokan-Katas auseinander und vermittelte den Begriff „Kata“ für viele Teilnehmer neu, so dass in seiner Einheit einiges an Kopfarbeit und Koordination gefragt war.

Seine Frau, Silvia Schnabel, unsere ehemalige Kumite-WM-Dritte, überraschte die BKBler mit gelenkschonender Gymnastik, die gerade den gesundheitlichen Aspekt unserer Kampfkunst betonte.

BKB-„Urgestein“ James Klaus Sterba, der genau an diesem Tag seinen 61. Geburtstag feierte, nahm sich der DAN-Prüflinge an und gab ihnen wertvolle Tipps auf ihrem Weg zur erstrebten Graduierung. Bemerkenswert die körperliche Fitness von James, der den lebensbegleitenden Gesichtspunkt unseres Karate-Dos verdeutlicht.

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Großen Zuspruch erfuhr auch die Tonfa-Einheit von Karl-Heinz Stief, der bewies, wie perfekt sich diese Kobudo-Waffe mit Karate-Techniken verbinden lässt.

Hermann Leski widmete sich einen im Karate nicht alltäglichen Thema, dem Messer. Unter anderem zeigte Herrmann wie man gekonnt mit dem Messer umgeht und auch einem potenziellen Angreifer „entwaffnet“ bzw. einen Widersacher in solch einer Situation entgegen tritt.

Rudi Russ vermittelte den Teilnehmern interessante Einblicke ins Goju-Ryu. Dazu ist auch bald ein gesonderter Goju-Ryu-Tag in Ingolstadt geplant, welches die Stilrichtung in Bayern stärken soll.

Jan Safr erklärte TaiJiquan verbunden mit Bunkai, was bei den Teilnehmern positiv angenommen wurde.

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Michael Schölz unterrichtete Grundlagen des Karate mit dem Schwerpunkt Bassai Dai und den entsprechenden Kombinationen. Die Einheit reichte bei weitem nicht aus, um sein komplettes Wissenspotential dieser Kata den Trainierenden zu vermitteln.

Last but not least begeisterte Fritz Oblinger seine große „Fangemeinde“ einmal mehr mit seiner Kenntnis der Vitalpunkte und dem Einsatz der dazu gehörenden Techniken in der Anwendung. Durch den großen Zulauf an Teilnehmern, lernten die Leute unter anderem auch kennen, was es heißt, unter beengten Platzverhältnissen zu trainieren.

Die parallel laufenden Workshops waren ebenfalls ein gut besuchter Anlaufpunkt, um sich bei Elmar Griesbauer (Trainerfortbildung) bzw. Stefan Borgs (SOK-Theorie) die aktuellsten Informationen zu holen oder offene Fragen zu klären. Wolfgang Weigert übernahm für die DAN-Anwärter den dazu benötigten Kampfrichter-Lehrgang. So rundeten die Theorie-Einheiten das breit gefächerte Angebot hervorragend ab. Ein Teilnehmer brachte es mit folgenden Kommentar auf dem Punkt: „Ein Landesverband auf den wir wirklich stolz sein können, ihn in dieser Form zu haben.“

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Auch ein Dank an dieser Stelle an den Ausrichter Thomas Lang mit seinem Team vom TSV Ingolstadt Nord, welche sich alle erdenkliche Mühe gaben, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. So wurde z.B. eine umfangreiche Beschilderung auf Grund einer Baustelle angebracht oder der Workshop-Raum für Praxisanwendungen mit Matten ausgelegt.

Um das „WIR“-Gefühl innerhalb des Lehrganges zu fördern, lud der BKB erstmals alle Teilnehmer auf eine bayerische Brotzeit ein. Diese Einladung wurde erfreulicherweise von einem Großteil der anwesenden Leute gerne angenommen. So schloss sich bei angenehmer und familiärer Atmosphäre ein BKB-Tag 2009. Der nächste „Tag des Bayerischen Karateka“ findet am 2. Oktober 2010 in Ingolstadt statt. Hier möchten wir die Vereinsleiter bitten, möglichst keine Vereins-Lehrgänge an diesen Termin zu planen, sondern nächstes Jahr auch ein Teil des BKB Tages, mit viel Training, Austausch und einem gemütlichen Abschluss, zu werden.

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Bericht und Bilder:
Melanie Müller

 


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