02.09.2009 - Karate - Sonnenschein - Wohlfühl - Woche 2009

Tarifa-erichTarifa, Andalusien, unendliche Strände. Wir schreiben das Jahr 2009 als wir uns mitte Juli mit 24 Personen aufmachen um, in einer sieben- bis zehntägigen Mission Dinge zu erforschen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Na ja, vielleicht gesehen hat, aber es leugnet. Blinde Passagiere waren ja auch dabei. Manche Dinge waren wirklich neu, für manche, andere aber für Andere nicht, manchmal.

Aber ich fang am Besten von vorne an:
Von der Früh bis zu unserem Training um 18:30 Uhr zeigte sich so langsam die Schere zwischen den „alten Hasen“ und den Neuankömmlingen. Was gibt es nicht alles zu sehen, Vejer, Cadiz, Ronda, Gibraltar und und und. Problem: für einige der Ziele braucht man entweder den ganzen Tag oder man fährt sehr früh los. Problem erkannt? Nicht falsch verstehen, diese Ziele muss man einfach mal gesehen haben, aber was kann man auch ganz hervorragend machen, wenn man aus einem gestressten Arbeitsleben kommt? Richtig: Abhängen. Einfach nichts tun und das ziemlich intensiv.

Abhängen geht natürlich auch wörtlich, nämlich mit Klettergeschirr am Geierfelsen oder die andere Seite des Felsens mit Händen, Füßen und etwas Mut (Höhenangst wär da echt blöd...).  

Ja dann natürlich Bodysurfen, Wellenreiten mit dem eigenen Körper, Strandspaziergänge, kleinere Kletterpartien mit ausgewaschen Felsplateaus am Strand (Ebbe => Höhlen, Fische, Krebse, Meerjungfrauen, aber die Anderen wollten ja vorher zurück...). Imbiss in der Tapa-Bar am Strand (das mit den Dünen und der römischen Ausgrabungstätte hatten wir ja schon mal erwähnt).

Ein Team unerschrockener Forscher hat ein neu ausgewiesenes Wandergebiet erforscht, gleich hinter dem Trinkwasserstausee von Tarifa (wer hat was von 60 Minuten Schlaglochpiste gesagt?!). Sehr reines Süßwasser, erkennbar durch Flora und Fauna, Wasserlauf mit hohen Felsen, wiederum schön zum klettern. Am Ende ein größerer ausgewaschener Teil in dem man dann auch baden konnte.

Das Training am Abend war wie immer schön ausgewogen, jeder gab sein Bestes, manchmal wurde von sich selbst geklaut, manchmal auch vom Nachfolger. Die Unterstufe wurde auch gut integriert, ein eigenes Training hat sich hier als nicht notwendig herausgestellt. Danach ging man fast immer gemeinschaftlich Essen und hat auch fast immer was bekommen. Das was wir bekommen haben, war aber wie immer sehr gut. Nach dem Essen sind dann immer alle sofort ins Bett gegangen, weil ja Tarifa leider keinerlei Kneipenszene bietet (wer hat hier Schweine-Runde gesagt?).

Vielen Dank nochmal an unseren Gastgeber „Endo“ Werner Enderes, bei dem wir wieder mal sehr gut untergekommen waren. Dieses Jahr war unserem Trainingsort, dem Campo, eine Hochebene mit Blick auf Tarifa noch ein Leckerli beschehrt: der gesamte Trainingsbereich wurde von Endo mit schwingendem Tropenholzboden versehen. Aber Vorsicht: wenn jetzt Luft, Umgebung, Wetter, Ambiente und Grafik bei uns auch noch genauso werden, treibt uns nichts mehr dort runter.

Hasta,
Reiner Thiemel

Tarifa-gruppe

Tarifa-gruppe2